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Windsichter

Windsichter werden in der Abfallwirtschaft zum Trennen von Stoffen unterschiedlicher Dichte, wie zum Beispiel Schwer- und Leichtgut, eingesetzt.

Je nach Produkt, Produktmenge, Anwendungsgebiet und/oder Aufgabenstellung stehen verschiedene Windsichterarten zur Auswahl:

Blas-Saug-Sichter

Der Blas-Saug-Sichter arbeitet optimal bis zu einem Materialdurchsatz von 8 Tonnen pro Stunde.

Das zu sichtende Material wird über ein Förderband mit regelbarer Bandgeschwindigkeit dem Sichterkopf zugeführt. Mittels einer gezielten Luftströmung wird die Abwurfparabel des Sortiermaterials gespreizt. Das Schwergut fällt nach unten auf ein Abzugsband, während das Leichtgut nach oben abgesaugt und einem speziellen Abscheider (Leichtgutabscheider/Zyklon), der die Luft vom Leichtgut trennt, zugeführt wird.

Das Sichtersystem arbeitet mit Teilumluft, wobei zwischen 10–30 % Überschussluft einer externen Entstaubung zugeführt wird.

Blas-Saug-Sichter Typ MBS-2200

Mit dem neuen Blas-Saug-Sichter Typ MBS-2200 wird Schüttgut speziell für große Folien in Schwer- und Leichtgut getrennt. Der Windsichter entstand in Kooperation mit der Firma Matthiessen K&M Fördertechnik GmbH.

Über ein Zuführband wird das Sichtgut auf den Matthiessen-Spiker eingetragen. Dieser zieht große Folien mit und lässt das 3D-Material fallen. Über den nachgeschalteten Sichter der Firma Schulz & Berger GmbH wird diese Folie noch einmal nachgereinigt und die Materialqualität entscheidend verbessert.

Ein Ventilator erzeugt dabei einen Sichtluftstrom durch das das eingetragene Material fällt. Durch diesen wird das Sichtgut in Schwer- und Leichtgut getrennt. Das Schwergut fällt nach unten aus dem Sichter heraus und wird über ein Band abtransportiert. Das Leichtgut wird über den oberen Ausgang des Sichterkopfes abgesaugt und über eine Transportleitung dem Materialabscheider zugeführt. Dort wird das Leichtgut von der Transportluft getrennt.

Der Windsichter arbeitet im Teilumluftbetrieb d.h., dass nur ca. 20% der Luft einer Entstaubungsanlage zugeführt werden.

Scheitelwellensichter- bzw. Trommelsichter-Anlage (Zweifraktion)

Der Trommelsichter bzw. Scheitelwellensichter trennt Schüttgut mit unterschiedlicher Korngröße in Schwer- und Leichtgut. Er ist besonders für große Mengenströme geeignet (bis 30 Tonnen pro Stunde).

Über ein Zuführband wird das Sichtgut in den Sichter eingetragen. Ein Ventilator erzeugt einen Sichtluftstrom durch den das eingetragene Material fällt. Durch diesen wird das Sichtgut in Schwer- und Leichtgut getrennt. Das Schwergut fällt nach unten aus dem Sichter heraus und wird über ein Band abtransportiert. Das Leichtgut wird hingegen über eine Scheitelwelle in einen großen Expansionsraum geblasen und fällt dort auf ein weiteres Abführband.Die überschüssige Luft wird aus dem Expansionsraum abgesaugt. Dieser Luftstrom wird nochmals über einen Zyklonabscheider geführt.

Der Scheitelwellensichter arbeitet im Teilumluftbetrieb, d.h., dass nur ca. 10–30 % der Luft einer Entstaubungsanlage zugeführt werden muß. Somit kann die Entstaubungsanlage gering dimensioniert ausgeführt werden. Deshalb ist dieser Typ auch besonders gut für große Mengenströme geeignet.

Dreifraktionsabscheider

Bei dem zum Patent angemeldeten Dreifraktionssichter handelt es sich um eine Neuentwicklung der Firma Schulz & Berger. Die Anlage kommt vorzugsweise in Unternehmen der Abfallwirtschaft zum Einsatz und ist in der Lage, heterogene Materialströme in drei Fraktionen zu trennen.

Durch ihren Einsatz wird am Ende des Trennprozesses ein hoher Reinheitsgrad der einzelnen Fraktionen erreicht. Der Dreifraktionssichter kann bis zu einem Durchsatz von 25 Tonnen je Schüttdichte eingesetzt werden.

Der zugeführte Materialstrom wird durch eine spezifische Luftführung innerhalb des Sichters getrennt. Eine aus Edelstahl bestehende, verstellbare Scheitelwelle ermöglicht die Anpassung der Anlage an diverse Materialien. Der Abtransport der schweren und mittelschweren Fraktionen erfolgt über verschiedene Förderbänder bzw. alternativ über Container oder Bunker. Die superleichte Fraktion wird über einen pneumatischen Transport abgesaugt.

Der Dreifraktionssichter zeichnet sich durch:

  • drei Fraktionen
  • eine sehr robuste Bauweise
  • seine kompakte Konstruktion
  • hohen Materialdurchsatz
  • sehr hohen Trenngrad
  • hohe Verfügbarkeit und geringen Reinigungsaufwand
  • vielfältige Verstellmöglichkeiten zur Anpassung an kundenspezifische Anforderungen

Nierensichter

Der ebenfalls neu entwickelte Nierensichter trennt Schüttgut vorzugsweise in den Mittelkorn-Linien der Entsorgungswirtschaft. Eine neuartige Konstruktion und Funktionsweise mit zyklonähnlicher Wirkung ermöglicht die Trennung eines heterogenen Materialstroms, der aus unterschiedlichen Fraktionen bestehen kann, in einzelne Bestandteile. Nach erfolgreicher Trennung erfolgt der Abtransport der schweren Fraktionen über Förderbänder. Die leichte Fraktion wird abgesaugt.

Der Nierensichter überzeugt durch:

  • einen hohen Reinheitsgrad der Trennung in die einzelnen Fraktionen
  • Verringerung Verluste an Hartkunststoffen
  • einen großen Wirkungsgrad
  • sowie seine kompakte Konstruktion
  • deutlich weniger Verstopfungen am Sichterkopf

Diverse Einstellmöglichkeiten gewährleisten die Anpassung des Nierensichters an verschiedene Kundenanforderungen. Der Nierensichter kann problemlos in bestehende Windsichteranlagen integriert werden, um deren Effizienz deutlich zu verbessern.

Schwenkblechsichter

Der neu entwickelte Schwenkblechsichter kann zur Separierung von großflächigen Folien in Überkornlinien eingesetzt werden.

Der Materialstrom wird über ein Förderband mit regelbarer Bandgeschwindigkeit dem Sichterkopf zugeführt. Eine einstellbare Blasdüse erzeugt eine gezielte Luftströmung, durch die der Materialstrom getrennt wird. Das Schwergut fällt nach unten auf ein Abzugsband. Das Leichtgut wird nach oben abgesaugt und einem speziellen Abscheider (Leichtgutabscheider/Zyklon) zugeführt. Hierbei wird die Luft von Leichtgut trennt.

Das Sichtersystem arbeitet mit Teilumluft, wobei 10–30 % Überschussluft einer externen Entstaubung zugeführt wird.

Vorteile des Schwenkblechsichter:

  • großer Durchgang für Überkorn
  • Verringerung der Verstopfungsgefahr durch ein schwenkbares Prallblech
  • kompakte Konstruktion
  • leichte Nachrüstung in einer Bandübergabe
  • hoher Reinheitsgrad der Trennung in die einzelnen Fraktionen
  • eine Vielzahl von Einstellmöglichkeiten

Stufensichter

Der Stufensichter ist die neue Alternative zum Zick-Zack-Sichter. Er trennt Schüttgut vorzugsweise in den Fein- oder Mittelkornlinien der Entsorgungswirtschaft.

Eine neuartige Konstruktion und Funktionsweise ermöglicht die Zerlegung eines heterogenen Materialstroms, der aus unterschiedlichen Fraktionen bestehen kann, in einzelne
Bestandteile. Nach erfolgreicher Trennung erfolgt der Abtransport der schweren Fraktion über Förderbänder. Die leichte Fraktion wird abgesaugt und durch einen Zyklon oder Leichtfraktionsabscheider abgeschieden.

Diverse Einstellungsmöglichkeiten gewährleisten die Anpassung des Stufensichters an verschiedene Kundenanforderungen.

Der Stufensichter überzeugt durch:

  • einen hohen Reinheitsgrad der Trennung in die einzelnen Fraktionen
  • einen großen Wirkungsgrad
  • leichte Nachrüstung in einer Bandübergabe
  • schnelle Anpassung an unterschiedliche Stoffströme
  • neue Zellenradschleusen
  • seine kompakte Konstruktion
  • in der Neigung verstellbare Prallplatten

Die Hauptkomponenten:

  • Sichterkopf (bspw. Scheitelwellensichter/Steigsichter)
  • Hochleistungsventilator
  • Abscheider (Materialabscheider/Zyklonabscheider)

Weitere Informationen finden Sie in unserer Broschüre.
Bei Interesse schreiben Sie uns doch einfach direkt an.

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